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Martin putzt Klinken für Latino-Fabrik
von Westdeutsche Zeitung
25.09.08     Klicks:1163     A+ | a-
Martin putzt Klinken für Latino-Fabrik

Mit ihrer Sammlung am St. Martins-Abend unterstützen die Thomaeer diesmal die Paraguay-Initiative. Das Geld geht an Agrarschul-Absolventen.

Kempen/Asunción. „Einen herzlichen Gruß“ ans Thomaeum haben jetzt Hermann und Ute Schmitz aus Paraguay geschickt. Grund: Das Kempener Gymnasium sammelt in diesem Jahr an St. Martin für die Initiative, die das Paar vor 16 Jahren auf die Beine gestellt hat.

Kinder aus der Nachbarschaft besuchen die Landwirtschaftsschule „San Juan“ in Paraguay, die von der Kempener Initiative unterstützt wird.

Die Pro Paraguay Initiative (PPI), die mittlerweile über 100 Mitglieder hat (davon die Hälfte aus Kempen), kämpft gegen das Elend in dem südamerikanischen Land. Und da die Thomaeer traditionell nunmehr im 18ten Jahr am Martinsabend 10.November in der Thomasstadt Klinken putzen für eine gute Sache, hat man diesmal die PPI von Hermann und Ute Schmitz ausgewählt.

Der Kempener Hermann Schmitz war vor 30 Jahren als Lehrer in der paraguayischen Hauptstadt Asunción und von den dort vorherrschenden Problemen so beeindruckt, dass er etwas für die Menschen tun wollte. Das ist ihm gelungen. In Juan de Mena, einer Stadt im Landesinneren, konnte dank der Unterstützung aus Kempen eine ökologische Landwirtschaftsschule gebaut werden. Anderswo hilft der Verein mit Medikamenten.

Exakt aus dieser Landwirtschaftsschule „San Juan“ mit 70 Schülern senden die Schmitzens jetzt ihre transatlantischen Grüße. „Die Schülerinnen und Schüler dieser nach ökologischen Prinzipien arbeitenden Schule wissen sehr genau, wem sie diese Hilfe zu verdanken haben“, schreibt Hermann Schmitz an die Thomaeer.

Den Beamer im Gepäck, konnte das Paar den Schülern ein paar Eindrücke von Kempen und der St.Martins Tradition vermitteln. Schmitz: „Noch das unscheinbarste Bild aus Kempen löst in Paraguay Erstaunen und Bewunderung aus.“

Noch immer hängen drei Laternen aus der Thomasstadt etwas verschrumpelt ob des subtropischen Klimas unter einer Klassenzimmerdecke und erinnern an die hilfsbereiten Gymnasiasten vom anderen Ende der Welt.
„Die Schüler wissen sehr genau, wem sie diese Hilfe zu verdanken haben.“

Die Schulabgänger von „San Juan“ wollen nun mit Hilfe der Sammlung 2008 eine kleine alternative Zuckerfabrik bauen, gemeinsam mit ihren Eltern. „Sie pflanzen erstklassiges Zuckerrohr an, das sie aber nicht mehr billig abgeben, sondern selbst zu braunem organischen Zucker veredeln wollen.“ Damit komme etwas Geld in die leeren Familienkassen. „Einige von ihnen finanzieren davon ihr Studium.“

Für das Projekt braucht es 20 000 Euro. Schmitz: „15 000 Euro haben wir schon geschafft.“ Nun hängt es an der Spendenfreudigkeit der Kempener, den Thomaeern in sechs Wochen genügend in die Büchsen zu stecken. Im letzten Jahr sind gut 4000 Euro gesammelt worden, als für das Straßenkinder-Projekt „Arbol de la Esperanza“ in Quito/Ecuador geworben wurde– ebenfalls eine Initiative aus Kempen.
von Axel Küppers

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