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AKTUELLES
 
von Silvia Ruf-Stanley - Rheinische Post
28.06.18     Klicks:328     A+ | a-
Seit 26 Jahren leistet die Pro-Paraguay-Initiative Hilfe in dem südamerikanischen Land. Treibende Kräfte dabei sind Ute und Hermann Schmitz. Beide berichteten jetzt über ihren jüngsten Besuch in Paraguay.

Mit einen ausgesprochen informativen Abend gaben Ute und Hermann Schmitz von der Pro-Paraguay-Initiative (PPI) Kempen am Donnerstagabend einen Rückblick auf ihre jüngste Reise nach Paraguay und die vielen bereits erreichten Ziele ihrer Entwicklungsarbeit in diesem ärmsten Land Südamerikas. Wobei die beiden Kempener deutlich machten, dass trotz des Wirtschaftswachstums des Landes zwischen Argentinien, Brasilien und Bolivien nur eine kleine Elite der dortigen Einwohner davon profitiert. Das Wirtschaftswachstum ist vor allem dem überdimensionierten Soja-Anbau zu verdanken, so Ute Schmitz. Dieser allerdings schädigt die tropische Landschaft des kleinen Landes. Der größte Teil der rund sieben Millionen Einwohner lebt in großer Armut oder kann gerade das Nötigste zum Leben erwirtschaften. Immer noch herrsche eine undemokratische Regierung.

Der PPI ist es in ihrer mittlerweile 26-jährigen Entwicklungshilfearbeit gelungen, in verschiedenen Projekten die Situation der Ärmsten zu bessern. Die Kempener Initiative unterstützt generell Selbsthilfeprojekte mit einheimischen Organisatoren. So wurde Kleinbauern geholfen, eine landwirtschaftliche Kooperation zu gründen. Diese arbeitet nach ökologischen Anbaurichtlinien. Seit kurzem haben die Bauern mit Joana das erste Mal eine Frau zur Vorsitzenden gewählt. Das ist ein absolutes Novum im Land. Die Vorsitzende habe neuen Schwung in die Gemeinschaft gebracht, berichtete Ute Schmitz. Nun verkaufen die Frauen den Überschuss der auf ihren kleinen Siedlungsflächen erwirtschafteten landwirtschaftlichen Produkte auf dem Wochenmarkt. Außerdem haben sie aus einer alten Zuckerfabrik ein gut laufendes Unternehmen gemacht. Hier wird nicht nur mit Zuckerrohr der Rohstoff für die Süßwarenindustrie angebaut, sondern neuerdings auch Backwaren produziert. Auf diese Art sind die Mitglieder der Kooperative in der Lage, dringend benötigte Arbeitsmittel selbst anzuschaffen.

Auch die Landwirtschaftsschule der PPI vergrößert sich. Inzwischen lernen dort 60 Schüler, wie man ökologischen Landbau betreibt. Hinzu kam die Zusammenarbeit mit einer Grundschule. So bringen die größeren Schüler den Kleinen Wissenswertes bei. Das war stets ein wichtiger Aspekte der Arbeit der Initiative. Denn die Kempener wollen mit einer besseren Ausbildung den Grundstein für einen bescheidenen Wohlstand legen. Lesen und Schreiben lernen ist für Kinder in dem südamerikanischen Land keineswegs selbstverständlich. Kein Wunder bei langen Wegen zu den wenigen Schulen. Oder es geht ihnen wie den Kindern in einem Kinderhort in der Hauptstadt Asuncion: Sie haben teilweise keine Eltern oder diese interessieren sich nicht für sie. Im Hort werden sie nicht nur gefördert, sondern dürfen auch das erste Mal Kinder sein, die spielen, malen oder basteln.

Ausbildungszentrum für ländliche Entwicklung (CCDA)

Hilfsverein Solidarität - Solidaridad

Fundación Vida Plena

Kinderstation Hospital Barrio Obrero

Fundación Celestina Pérez de Almada

Padre Oliva - Bañados del Sur

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