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Pro-Paraguay: Horst Köhler sagt Kempener Initiative Hi
von Westdeutsche Zeitung
09.03.07     Klicks:956     A+ | a-
Der Bundespräsident sagt der Kempener Initiative bei seinem Südamerika-Besuch Hilfe zu. Mit dabei: Der Vorsitzende Hermann Schmitz.

Asunción. Paraguayische Zeitungen haben offenbar Schwierigkeiten mit dem Buchstaben "ö". So taufen sie den deutschen Bundespräsidenten Host Kohler, Kolher oder auch Koeler.
 
Natürlich ist der Besuch Horst Köhlers in der Hauptstadt Asunción trotzdem von enormer Bedeutung. Die Zeitungen sind jedenfalls voll davon.
 
Davon berichtet der Vorsitzende der Pro-Paraguay-Initiative, Hermann Schmitz, der zusammen mit seiner Gattin Ute hautnah dabei gewesen ist.
 
Denn Gastgeber des Treffens mit dem Bundespräsidenten war Martín Almada, der sich seit geraumer Zeit mit ganzer Kraft für die Belange seines Landes einsetzt und eng mit der Kempener Initiative zusammenarbeitet.
 
"Deutschland steht an der Seite Paraguays."Horst Köhler, Bundespräsident

"Es war sehr schön, dabei gewesen zu sein. Vor allem aber freuen wir uns mit Martín Almada, dass seine Arbeit von höchster deutscher Stelle anerkannt und unterstützt wird", sagt Schmitz.

Im September vergangenen Jahres war Almada, Träger des Alternativen Nobelpreises, erst zu Gast im Rokokosaal des Franziskanerklosters und hatte von seinen bitteren Erfahrungen mit der Stroessner-Diktatur, die das Land von 1954 bis 1989 beherrschte, berichtet.

Die war nun auch Thema beim Treffen mit Horst Köhler im Museum der Erinnerung, der ehemaligen "Técnica", ein Gebäude in dem zu Zeiten Alfredo Stroessners Regimegegner verhört und gefoltert wurden.
Köhler selbst zeigte sich beeindruckt von den Schilderungen Almadas. Ebenso aufmerksam folgte er den Vorwürfen, die einige Gäste gegenüber der deutschen Außenpolitik zu dieser Zeit erhoben. Im Gästebuch des Museums verspricht er:
 
"Die Aufarbeitung der Vergangenheit ist eine unverzichtbare Voraussetzung, um den Weg in eine gute Zukunft zu beschreiten. Für diesen Weg steht Deutschland an der Seite Paraguays."
 
Das wäre eine Unterstützung, von der die Pro-Paraguay-Initiative sowie Almada gar nicht genug bekommen könnten. Denn auch in nächster Zeit stehen zahlreiche Projekte an. Neben den dringlichsten Problem, der Bekämpfung der Dengue-Fieber-Epidemie, steht beispielsweise auch der Bau einer Solaranlage an.
 
Die soll eine Landwirtschaftsschule in Juan de Mena mit Strom versorgen und unter anderem eine kommunale Radiostation ermöglichen, die die ökologischen Praktiken der Einrichtung verbreiten soll. Es wäre die erste mit Sonnenenergie versorgte Schule Paraguays.
 
Kampf gegen das Dengue-Fieber

Epidemie: Das Dengue-Fieber hat in Paraguay mindestens 50 000 Menschen befallen. Am stärksten betroffen ist der Großraum der Hauptstadt Asunción.

Hilfe: Hermann Schmitz von der Pro-Paraguay-Initiative hat bei seiner jüngsten Reise Paracetamol-Tabletten in großen Mengen mit nach Paraguay gebracht. Eine vor Ort begehrte und knappe Medizin.

Ursachen: Das Gesundheitsministerium bekommt die Epidemie nicht in den Griff. Für diese Ausmaße verantwortlich ist laut Schmitz eine Mischung aus Armut, mangelnder Hygiene und Ignoranz bei der Bevölkerung.

Dengue-Fieber: Der Virus wird durch Mosquito-Stiche übertragen. Das Fieber kann besonders für Kleinkinder tödlich sein.

Von Alexander Esch

Ausbildungszentrum für ländliche Entwicklung (CCDA)

Hilfsverein Solidarität - Solidaridad

Fundación Vida Plena

Kinderstation Hospital Barrio Obrero

Fundación Celestina Pérez de Almada

Padre Oliva - Bañados del Sur

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