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28 Jahre entwicklungspolitische Arbeit

 

„Paraguay von unten“ - Reisegruppe der Pro Paraguay Initiative zurück
von Rheinische Post
29.11.13     Klicks:1195     A+ | a-
Eine 12köpfige Reisegruppe der Kempener Pro Paraguay Initiative (PPI) kehrte jetzt von einer dreiwöchigen Solidaritätsreise in das südamerikanische Land zurück.

Zum vierten Mal absolvierten Mitglieder des entwicklungspolitischen Vereins ein Reiseprogramm der eher unkonventionellen Art: Unter der fachkundigen Leitung von Ute und Hermann Schmitz, seit 40 Jahre im südamerikanischen Kontinent unterwegs, erlebten sie hautnah, Auf den Feldern der Campesinos von Juan de Mena ein fremdartiges, touristisch kaum erschlossenes Land, in direktem Kontakt mit den Projektpartnern der PPI und den Menschen, die von diesen Projekten profitieren. Immer berührten die Begegnungen die Reiseteilnehmer, ob bei den kranken Patienten auf der Kinderstation des Hospitals Barrio Obrero, den vernachlässigten Kindern in der Tagesstätte auf dem Großmarkt von Asunción oder den Schülern der Landwirtschaftsschule „San Juan“.

Diese Einrichtungen sind es unter anderem, die vielfältige Unterstützung durch die PPI erhielten und erhalten. So wird der Hort ganz von den Kempenern finanziert. Medikamente von MEDEOR sendet PPI seit vielen Jahren an die Kinderstation, Schüler der Landwirtschaftschule von Juan de Mena, Partnerschule des Thomaeum, erhalten Stipendien. In der vom BMZ und PPI finanzierten kleinen Zuckerfabrik produzierten die in einer Kooperative organisierten  Bauernfamilien gerade ihren eigenen Zucker und den berühmten paraguayischen Sirup - für den eigenen Bedarf und zum Verkauf auf den lokalen Märkten zur Erhöhung des Familieneinkommens. Die Gruppe hatte die abenteuerliche Fahrt zu den Campesinos von Juan de Mena, Partner der PPI, nicht gescheut - Rutschpartien auf den lehmglatten Erdstraßen und Übenachtung auf betonharten Matratzen inbegriffen.

Einen starken Eindruck hinterließ auch der Besuch beim charismatischen Jesuitenpater Oliva, ein echter Anwalt der Armen in den Elendsgebieten am Rio Paraguay und Kritiker der Reichen aus Asuncións Nobelvierteln. Mit ihm  beschlossen die Kempener ein Projekt zur zahnärztlichen Versorgung, und sie überzeugten sich vom Funktionieren einer Bibliothek und Erholungsstätte für alleinerziehende Mütter, ebenfalls finanziert mit Mitteln aus der Thomasstadt.

Von Thomasstadt zum „Thomaeum“ ist es nicht weit: Das von den Thomaeern konzipierte Theaterstück „Paraguay - das vergessene Land“ stand ganz im Mittelpunkt einer Veranstaltung im „Museo de la Memoria“ des Menschenrechtsaktivisten und Kempenbesuchers Dr. Martín Almada, der sich begeistert zeigte von diesem „Beinahe – Lehrstück“ zu Paraguay. Pater Oliva berichtet - zur politischen Lage!

Zweifellos eine anstrengende Reise, mit einem reichhaltigen Programm, das aber auch touristische Höhepunkte bereit hielt: Zu Beginn einige Tage in der Weltstadt Buenos Aires, dann über den mächtigen Rio Paraná nach Paraguay zu den Jesuiten- „Reduktionen“ von Trinidad, über die Grenze nach Brasilien.

Nicht weit  zu den herrlichen, weltberühmen Wasserfällen von Yguazú, als Kontrast und mit durchaus zwiespältigen Gefühlen durch die endlosen Sojafelder Paraguays zu den vielen landschaftlichen Schönheiten dieses Landes, zu seinen liebenswerten Menschen und den von Ute und Hermann Schmitz vermittelten Begegnungen mit ihnen und ihrem Leben.

Ausbildungszentrum für ländliche Entwicklung (CCDA)

Hilfsverein Solidarität - Solidaridad

Fundación Vida Plena

Kinderstation Hospital Barrio Obrero

Fundación Celestina Pérez de Almada

Padre Oliva - Bañados del Sur

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