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1992 - 2020
28 Jahre entwicklungspolitische Arbeit

 

Kinderhort und/oder Landwirtschaftsschule
von Hermann Schmitz † 30.03.2019
04.12.15     Klicks:4184     A+ | a-
„Schichtwechsel“ - die Kleinen gehen „nach Hause“, wie immer das aussieht.
„Schichtwechsel“ - die Kleinen gehen „nach Hause“, wie immer das aussieht.
„Da vorn, wo die Kinder gerade heraus kommen, das ist ´Nande Rekoha´“ (Unser Platz) „Wie bitte … Hier?“ „Ja, in der ehemaligen Bananenhalle, da wollten wir den Hort haben, mitten im Markt“ „Kann ich da mal rein?“ „Aber sicher, die freuen sich. Vorsicht, nebenan werden Zwiebeln geladen….“

„Schichtwechsel“ - die Kleinen gehen „nach Hause“, wie immer das aussieht. Um 14 Uhr kommen die Großen.
Achtzig Kinder zwischen sechs und vierzehn Jahren besuchen den Hort, die meisten von ihnen wohnen auf dem Markt und arbeiten dort auch. Sie kommen aus gebrochenen Familien, sind Gefahren bei der ihnen aufgebürdeten Kinderarbeit ausgesetzt, sie sind niemals sicher vor Missbrauch, leiden unter allgemeiner Vernachlässigung. Eine Leiterin (bisher die deutschstämmige Elisabeth Gavilán, jetzt die Paraguayerin Daily Domínguez, mit Sonderpädagogikexamen), zwei Erzieherinnen, zwei Erzieher, dazu oft Praktikanten aus Deutschland) teilen sich die Erziehungs- und Sozialarbeit im Hort. Sie bilden ein ebenso engagiertes wie qualifiziertes Team, sie bieten den Kindern die Zuwendung und Wertschätzung, die sie in ihrem alltäglichen Leben so schmerzlich entbehren müssen.

Der Hort wird für viele von ihnen ein sicherer Schonraum, ein richtiges Zuhause. Hier erhalten sie eine liebevolle Betreuung, hier gibt es Spiel, Tanz und Sport, bei Ausflügen lernen sie ihre nähere und weitere Umgebung kennen. Es wird auf ihre Gesundheit, auf Hygiene und Zahnpflege geachtet. (Ab Beginn des nächsten Jahres sogar regelmäßige Zahnarztbesuche in unserer Zahnarztpraxis bei Pater Oliva). Die Förderung der schulischen Entwicklung hat einen hohen Stellenwert, z. B. durch Nachhilfe und Hausaufgabenkontrolle. Fünf Hortkinder haben es bis zum Studium geschafft - ein großer Erfolg für sie und Anreiz für die anderen.

Die Projektleitung für den Kinderhort ist unsere (selbst gewählte) Aufgabe, von Ute Schmitz engagiert ausgefüllt.
Ca. 30.000 Euro - das ist der Hort -Jahresetat, zur Hälfte finanziert vom Kindermissionswerk. Den fehlenden Anteil zu beschaffen obliegt uns. Das ist jedes Jahr von neuem eine große Herausforderung, und wir sind immer froh und erleichtert, wenn ein weiterer Jahresetat gesichert ist.

Helfen Sie uns dabei?

Ausbildungszentrum für ländliche Entwicklung (CCDA)

Hilfsverein Solidarität - Solidaridad

Fundación Vida Plena

Kinderstation Hospital Barrio Obrero

Fundación Celestina Pérez de Almada

Padre Oliva - Bañados del Sur

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