Sie sind bei Bericht “Liz und Lilian aus dem Elendsgebiet”
Kempen, im Dezember 2011
Liebe Freunde und Interessenten der Pro Paraguay Initiative,
die Namen der beiden Mädchen habe ich vergessen (ich nenne sie einfach Liz und Lilian), nicht aber die Freude, ihnen auf der einfachen Brücke über den Müll zu begegnen und mit ihnen zu reden. Die beiden „wohnen“ in einem der schlimmsten Elendsviertel von Asunción, der paraguayischen Hauptstadt. Unten am Paraguayfluss stehen die zusammen gezimmerten Bruchbuden der vielen Ausgeschlossenen, die sonst keinen Platz finden. Einer unserer Partner, der Armenpriester Francisco Oliva, lebt dort mit diesen Allerärmsten, er hat auch die Brücke gebaut, damit die Kinder wenigstens nicht mehr durch eine Kloake laufen müssen. Die Eltern der beiden Mädchen sind Müllsammler, die auch bei härtester Arbeit kaum das Notwendigste für ihre Familien haben. Lilian isst noch von dem geschenkten Apfel, die weggeworfene bunte Tasche eines reicheren Kindes hat sie im Müll gefunden - und ein altes Mikrofon. Liz´ Kleid sieht auch nicht gerade „gekauft“ aus. Lilian will Sängerin werden, Liz Tänzerin ...... Eigentlich utopisch, aber wenn ich mir die beiden Mädchen in einem unserer Projekte in Paraguay vorstelle? - In einem der Betreuungs- und Lernprojekte bei Pater Oliva - oder in unserem Kinderhort im Großmarkt, wo sie Startchancen bekämen - oder in unserer Grundschule Medina - mit Tanzen, Werken und Singen - oder in unserer Kinderstation, wenn sie krank sind - oder, wären sie älter, in der Landwirtschaftsschule in Juan de Mena? Danach mit Studienstipendium?
Sängerin? Tänzerin? Wohl eher nicht, vielleicht aber Krankenschwester oder Lehrerin?! Viele Kinder haben diese Chancen schon ganz real erhalten - dank Ihrer Spenden, mit denen wir solche Projekte finanzieren. Zum Beispiel für Liz und Lilian.
Wir bitten Sie auch an diesem Jahresende herzlich, uns dazu weiterhin die Möglichkeit zu geben! Herzlich! Hermann Schmitz