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Paraguay im Herzen Südmaerikas


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6,7 Mio. Einwohner auf einer Fläche etwas größer als Deutschland, davon 1 Mio. in der Hauptstadt Asunción. Die junge Bevölkerung (40 % sind unter 15 Jahre) lebt zur Hälfte auf dem Land – zumeist unter elenden Bedingungen, die sich auch nach dem Sturz des Diktators Stroessner im Jahre 1989 nicht verbessert haben: Schulbildung, Gesundheitsversorgung und Ernährungssituation sind katastrophal. Die Landverteilung gehört zu den ungerechtesten weltweit, Tausende von Kleinbauernfamilien besitzen nicht einmal ein kleines Stück eigenen Bodens.
Eine Landreform ist  -  nach zahlreichen gescheiterten Anläufen  -  nicht in Sicht.

Immer mehr Brasilianer drängen über die Grenzen, vor allem um Soja anzubauen.
Paraguay steht inzwischen auf einem schier unglaublichen Platz 4 der Soja exportierenden Länder. Sein ebenso wundersames Wirtschaftwachstum 2010 von 15 % hängt eng mit dem Sojaboom zusammen. Der Raubbau an letzten Waldreserven schreitet ungebremst voran, begleitet von irreversibler Umweltzerstörung auch in anderen Bereichen..

Etwas vereinfacht lässt sich sagen:
Ein Drittel der Bevölkerung lebt in bitterer Armut, für ein weiteres Drittel reicht es gerade zum Leben, und eine kleine Schicht aus dem letzten Drittel lebt im Überfluss und verprasst die Ressourcen des Landes.

Die demokratischen Strukturen Paraguays sind immer noch labil, die Menschenrechtslage auch nach dem Sturz des Diktators Stroessner (1989) unbefriedigend. Die Bevölkerung ist der korrupten Politiker überdrüssig,  über 60 Jahre konnten die "Colorados" -  die Partei der Günstlinge des Diktators -   das Land beherrschen. Sie lauern aber auch heute wieder auf die Rückeroberung der Macht im Lande, um ihre von Korruption und Vetternwirtschaft geprägte „Politik“ fortzusetzen.

Nach der Wahl (August 2008) des Ex - Bischofs Fernando Lugo zum Präsidenten gab es unter dem Motto „Der Wandel ist möglich“ viel Hoffnung auf Besserung der politischen und der Lebensverhältnisse. Jedenfalls war es die erste wirkliche Hinwendung zu einem demokratischen Staatswesen.

Den riesigen an Präsident Lugo und die neue Regierung geknüpften Erwartungen folgte im Laufe der letzten zwei Jahre    zunehmende Ernüchterung. Nur sehr kleine Schritte hin zur Verbesserung der sozialen Lage wurden gemacht  -  manches brachte Fernando Lugo einfach nicht fertig, viele gute Projekte aber wurden ihm von einer übermächtigen und destruktiven Opposition aus der Hand geschlagen.

Die Aussichten auf eine bessere Perspektive für die letzten zwei Jahre seiner Amtszeit sind eher düster.

Lapacho – Hölzer: Verbotener Einschlag ....

Foto: Lapacho – Hölzer: Verbotener Einschlag ....

Fernando Lugo 2008 auf einer Wahlveranstaltung

Foto: Fernando Lugo 2008 auf einer Wahlveranstaltung
aktualisiert am 24.11.2017
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